Whale Watching in Faxaflói

Ein neuer Tag in Island und ein weiteres Abenteuer stand an. Noch gefesselt von den gestrigen Eindrücken des Golden Circle, ließen wir es heute etwas ruhiger angehen. Den heutigen Tag wollten wir damit verbringen, Reykjavik besser zu erkunden und ein spontanes Whale watching gab es dann auch noch.

Kvika der Hot Pot in Reykjavik

Ein künstlicher Hot Pot an der Küste Reykjaviks

Nach dem Frühstück machten wir uns mit dem Auto auf den Weg zu einem nahgelegenen Hot Pot dem Kvika footbath. Dieser liegt im Westen Reykjaviks und so fuhren wir, nur etwas an der Küste entlang Richtung des Stadtteils Seltjarnarnes.

Wir fanden die heiße Quelle auf Anhieb. Hinter einer Holzhütte, lag der künstlich angelegte runde Hot Pot. Er war kleiner als erwartet, daher zogen wir nur die Schuhe aus und hielten unsere Füße in das warme Wasser. Man könnte aber auch darin sitzen. Doch wir saßen nur am Rand und genossen die eindrucksvolle Aussicht über die Bucht und die gegenüberliegenden Berge. Tipp: Immer ein Handtuch dabeihaben, Hot Pots gibt es überall.

Grótta der Leuchtturm am Strand

Ein weiser Leuchtturm am Strand von Reykjavik

Mit gewärmten Füßen liefen wir vom Hot Pot aus über einen Strandabschnitt zum Grótta Island Leuchtturm. Am Norðurströnd war gerade Ebbe und es roch nach Fisch und Algen. Angekommen am Leuchtturm genossen wir die Aussicht übers Meer nach Snæfellsnes. Langsam setzte die Flut ein und wir liefen den schmalen Weg zu unserem Auto zurück.

Tipp: Auf Grund von Ebbe und Flut, sowie Brutzeiten, darf man das Gelände nur zu ausgewiesenen Zeiten betreten.

Der alte Hafen

Um etwas Wikinger Feeling zu bekommen, begaben wir uns zum alten Hafen von Reykjavik. Hier konnten wir unser Auto den ganzen Tag kostenlos auf einem großen Schotterplatz abstellen. Vorbei an maritimen Museen und Fischrestaurants, schlenderten wir die hölzerne Hafenpromenade entlang. Tipp: Schaut hier unbedingt mal vorbei, es verirren sich nur wenige Touristen her dabei ist es sehr sehenswert.

Boote im alten Hafen von Reykjavik

Wir kamen zu einem Anleger an dem verschiedene Touren angeboten wurden. Hauptsächlich gab es Puffin und Whale Watching Ausflüge. Spontan beschlossen wir, eine Tour zu buchen.

Der Normalpreis für die reine Whale Watching Tour, lag umgerechnet bei ca. 70€ pro Person. Wir erinnerten uns an einen 15% Rabattcode vom Hinflug mit Icelandair für die Special Tours. Daher buchten wir mit diesem Code die Tour übers Handy. Am Schalter tauschten wir den Voucher gegen die Tickets um. Tipp: Achtet immer mal auf ausliegende Gutscheine in Prospekten.

Die Veranstalter garantieren Wale zu sehen, ansonsten bekommt man die kostenlose Möglichkeit es nochmal zu versuchen.

Heute noch Wale sehen? Wie aufregend, hoffentlich entdecken wir auch welche! Bevor es aufs Schiff gehen sollte, beschlossen wir vorher noch etwas zu essen. Direkt im Hafen fanden wir kleine Restaurantmeile, die für jeden Geschmack etwas bietet. Tipp: Kommt zum Essen an den Hafen, verhungern werdet ihr hier definitiv nicht und ihr habt eine tolle Aussicht auf die Schiffe.

Volle Kraft Voraus nach Faxaflói

Die Bucht des alten Hafens

Willkommen an Board hieß es für uns auf dem Schiff Andrea von den Special Tours. Auf dem Oberdeck, suchten wir uns ein optimales Plätzchen. Tipp: Wer möchte bekommt an Board dicke und wasserfeste Kleidung.

Vorbei an der Harpa fuhren wir hinaus in die Faxaflói Bucht, der größten Bucht Islands. Das nährstoffreiche Wasser bietet hier ausgezeichnete Futtergründe, die jedes Jahr unzählige Wale und eine unglaubliche Vielfalt an Seevögeln anziehen. Es ging an der Küste Snæfellsnes vorbei, so konnten wir diese tolle Halbinsel auch nochmal aus einer anderen Perspektive bewundern.

Das Schiff nahm rasch Fahrt auf. Nach 30 Minuten waren wir schon weit draußen auf dem Atlantik. Über Lautsprecher ließ uns der Tourguide Informationen zukommen und wir hielten die Augen offen.

Eine erfolgreiche Whale watching Tour

Plötzlich war Bewegung im Wasser, wir wurden langsamer. Ein Rücken eines Wals war zu sehen und er stoß eine Fontäne aus. Das Schiff steuerte vorsichtig so nah wie möglich ran und tatsächlich konnten wir unseren ersten Wal bestaunen. Einen circa 8m großen Grindwal. So schnell er aufgetaucht war, war er aber auch wieder weg. Steuerboard erklang es aus den Lautsprechern, denn auf der anderen Seite gab es wieder etwas zu sehen. Es war ein kleiner Schweinswal, doch auch er war schnell wieder abgetaucht.

ein Puffin im Ozean

Der Kapitän lenkte das Schiff noch weiter hinaus, um auf größere Wale zu stoßen. Plötzlich sahen wir eine Gruppe Weißschnauzendelfine aus dem Wasser hüpfen. Dann tauchte eine Rückenflosse auf und der Tourguide konnte erkennen, dass es ein Zwergwal war.

Auf der weiteren Tour sahen wir noch kleine Schweinswale und sogar Puffins konnten wir entdecken. Die sogenannten Papageitaucher sieht man am Besten in den Sommermonaten Mai-August, daher hatten wir echt Glück die flinken Kerlchen vor die Linse zu bekommen.

Die Flosse eines Buckelwals

Wir sahen eine weitere Fontäne und ein circa 15m großer Buckelwal tauchte aus dem Wasser auf. Er schwamm eine Zeitlang neben uns her und zeigte seine Schwanzflosse beim Abtauchen.

Dann drehten wir und nahmen Kurs auf die Küste Reykjaviks. Normalerweise geht so eine Tour 3 Stunden aber auf Grund der tollen Bedingungen waren wir deutlich länger unterwegs. Kaum war das Schiff in Fahrt, entschleunigten wir wieder. Ein Finnwal wollte sich auch noch sehen lassen. Insgesamt sahen wir an diesem Tag 5 Walarten, Delfine und Puffins.

Wir zogen uns unter Deck zurück, tranken eine heiße Schokolade, aßen Waffeln und setzten uns vor die Heizung bis wir am Hafen ankamen.

360° Ausblick auf Reykjavík

Der Ausblick auf Reykjavik von oben

Nach der Whale Watching Tour, beschlossen wir noch etwas zu unternehmen. Auf einem Hügel über Reykjavik gelegen, findet man das Perlan Observatorium. Es beherbergt ein Museum mit einer Ausstellung Wonders of Iceland sowie eine Bar/Restaurant mit Aussicht.

Wir wollten hinauf aufs Dach zur Aussichtsplattform. Mit dem Aufzug kamen wir auf die Terrasse und hatten von dort aus einen 360° Rundum-Ausblick über Reykjavik. Tipp: Kostenlose Shuttlebusse bringen einen von der Innenstadt zum Perlan.

Fazit des Tages

Das Whale Watching war sein Geld wirklich wert! Man sollte es definitiv einmal gemacht haben und es war sehr informativ. #Meet us, don´t eat us!

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